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Heinz-Otto Laub (* 1944 in Neuwied, + 2017 in Alfter) verbrachte Kindheit und Jugend in Köln. Nach dem Abitur studierte er unter anderem von 1972 bis 1976 an der Akademie der bildenden Künste in München in der Klasse des Surrealisten Mac Zimmermann und schloss das Studium mit dem Diplom ab. Im Anschluss daran war er als Maler und Graphiker in Köln tätig; seit 1992 lebte und arbeitete er in Alfter bei Bonn. 2017 verstarb Heinz-Otto Laub unerwartet. Er war Mitglied in der Bonner Künstlergruppe Semikolon und im Berufsverband Bildender Künstler Bonn/Rhein-Sieg. Die Arbeiten des Künstlers wurden seit 1974 in mehr als 100 Einzel- und Gruppenausstellungen im In- und Ausland gezeigt. Sie befinden sich in privatem und öffentlichem Besitz. Neben Katalogen gestaltete Heinz-Otto Laub drei umfangreiche Kunstbücher: 2000 erschien der Frottagen-Roman „Die phantastischen Reisen des Henri Bual“ und 2004 der Collagen-Roman „Phantastische Lebensgeschichte der liebreizenden Theresa“. 2012 wurde der Werk-Katalog „wirklich – phantastisch, Gemälde und Graphiken 1958 bis 2012“ publiziert. Er beinhaltet über 120 großformatige Abbildungen und ein komplettes Werkverzeichnis, ausführliche Informationen über Leben und Werk von Heinz-Otto Laub.   Ausgangspunkt vieler seiner Werke bilden Techniken, mit deren Hilfe er meist mehr oder minder zufällig Strukturen erzeugt. Der Zufall spielt bei diesen Verfahren eine entscheidende Rolle. Eine dieser Zufallstechniken ist das Abklatschverfahren, das in der Fachsprache als Décalcomanie bezeichnet wird. Im Kindesalter hat wohl jeder einmal ein Blatt Papier in der Mitte gefaltet, einige Tropfen Tinte darauf getröpfelt, es dann zusammengepresst und wieder auseinander gefaltet. Auf diese Weise entstehen skurrile Gestalten, meist Falter. Laub nutzt dieses einfache Verfahren, um die unterschiedlichsten zufälligen Strukturen zu erzeugen. Diese regen seine Einbildungskraft an und er sucht in ihnen Bekanntes zu entdecken. Vergleichbares ereignet sich, wenn man an einem Sommertag, auf einer Liege ruhend, in den Wolken wundersame Phantasiegebilde und prachtvolle Luftschlösser entdeckt. Anschließend arbeitet er das Entdeckte mit viel Phantasie und in einem meist aufwändigen Arbeitsprozess aus.
HEINZ-OTTO  LAUB
VANITAS-STILLEBEN IN ANTIKRAHMEN
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